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Prof. Franz Hörmann prophezeit den Untergang des Geldsystems

Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen by Redaktion am 14. Oktober 2010

Der Wiener Professor Franz Hörmann hat in einem Interview mit derStandard.at über unser Banken- und Geldsystem gelästert und für 2011 den Untergang des ganzen Systems prophezeit. Die Banken würden das Geld aus der Luft erfinden und wie immer ist der kleine Mann der Leidtragende. Warum aber auch Professoren immer wieder Probleme aus der Luft erfinden, davon wird nichts erzählt. Sei es drum, hier gibt es eine Antwort.

Damit überhaupt klar wird, worum es geht, hier ein exemplarischer Auszug aus dem Interview:

derStandard.at: Derzeit werden die Stimmen, dass beispielsweise der Euro verschwinden wird, immer lauter. Brauchen wir Geld überhaupt noch?

Hörmann: Alle Währungen werden verschwinden, weil sie technisch nicht mehr funktionieren können. Ich schätze, dass es schon 2011 so weit sein wird. Wenn wir uns aber in eine neue Gesellschaft ohne Geld retten wollen, brauchen wir als Übergangphase mehrdimensionales Geld. Wir brauchen mehrere unabhängige Rechnungskreise in Form spezialisierter elektronischer Gutscheine. Um die Grundversorgung der Menschen abzudecken, wie Wohnraum, Energie, Lebensmittel usw., könnte man eine Inventur in den einzelnen Ländern aller verfügbarer Ressourcen und des Bedarfs machen. Dann wäre es notwendig, die vorhandenen Ressourcen pro Kopf so zu verteilen, dass für den Basislebensstandard alle versorgt sind. Hier müssen alle kooperieren, ohne dass sie in ein gewinnorientiertes Tauschkonzept verfallen. Die Gemeinschaft muss ohne Wenn und Aber und ohne Gegenleistung Kinder, alte und kranke Menschen erhalten, und alle müssen mit diesem Grundlebensstandard versorgt werden, egal welche oder ob sie überhaupt eine Leistung vollbringen.

Nimmt man allein die fett markierten Passagen, wird schnell klar, wieviel Schwachsinn Franz Hörmann von sich gibt. Ein so komplexes System wie unser Geldkreislauf verschwindet nicht innerhalb von einem Jahr, der Zeithorizont bis 2011 ist mehr als lächerlich. Wenn es dann kein Geld mehr geben sollte, sollen also Gutscheine als Ersatz dienen, denn keiner wird wohl mehr Schweinehälften gegen Arbeitsleistung tauschen wollen. Aber was sind Gutscheine? Doch wohl auch nichts anderes als unser Geld heute? Geld ist ein Gutschein, mit dem man Waren tauschen kann. Als Professor an einer Wirtschafts-Uni sollte man das wissen.

Der letzte Abschnitt seiner Aussage handelt dann von einem sozialistischen Gesellschaftsmodell, ohne Gewinnorientierung, ohne Leistungsdruck, ohne Anreize. Alles wird via Inventur erfasst und der Bedarf zentral ermittelt. Die klassische Planwirtschaft. Wie gut das funktioniert, sieht man in Kuba. <Ironie>Der Fortschritt hält Einzug und den Menschen geht es prächtig.</Ironie>

Das Geldsystem wird auch in 10 Jahren noch weiter funktionieren. Es wird hier und da Korrekturen geben, Geldentwertungen, neue Spielregeln, aber letztendlich gibt es keine Alternative. Und weil Geld böse ist und „der kleine Mann“ so wenig davon hat, findet Herr Hörmann leider so viel Zuspruch. Welche Vorteile aber „der kleine Mann“ von Geld hat, wird natürlich nirgends erwähnt, genauso wenig wie an Stammtischen. Aber wie könnte sich ein kleiner Mann ein Haus bauen, wenn er es nicht über eine Bank finanzieren würde? Wie könnte er bei Amazon seiner Konsumlust frönen, wenn er es nicht mit Geld bezahlen könnte. Wie würde der Flatscreen vom Media Markt bezahlt werden, wenn er nicht bequem auf Raten kaufen könnte?

 

5 Kommentare zu 'Prof. Franz Hörmann prophezeit den Untergang des Geldsystems'

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  1. am 14. Oktober 2010 um 2:41 pm Uhr

    […] Prof. Franz Hörmann prophezeit den Untergang des Geldsystems […]


  2. am 18. Oktober 2010 um 12:09 pm Uhr

    …. weshalb harte Drogen nicht konsumiert werden sollen?

    … deshalb…

  3. Megatron sagte,

    am 30. Oktober 2010 um 10:34 am Uhr

    Der „Vorteil“ des Geldes besteht also darin, dass man mit seiner Hilfe in Geld bezifferte Preise bezahlen kann. Gott sei Dank hat jemand das Geld erfunden, denn wie sollten wir sonst unsere Rechnungen bezahlen… 😉

  4. Wirtschaftler sagte,

    am 28. März 2011 um 10:03 pm Uhr

    ähmm… sehr geehrter Autor dieses Textes:

    können Sie lesen und verstehen? Herr Hörmann hat nicht gesagt, dass Geld und Gutschein so verschieden seien. Er hat nur gesagt, dass es nicht sein kann und nicht funktioniert, wenn nur eine einzige Institution in einem System Geld/Gutscheine herstellen und in Umlauf bringen darf. DESHALB sprach er von „mehrere unabhängige Rechnungskreise“. Wer lesen kann, der ist klar im Vorteil!!!

    „Aber wie könnte sich ein kleiner Mann ein Haus bauen, wenn er es nicht über eine Bank finanzieren würde?“
    „Wie würde der Flatscreen vom Media Markt bezahlt werden, wenn er nicht bequem auf Raten kaufen könnte?“

    Diese 2 Zitate sind Fragen von Ihnen, falls Sie sich erinnern! Wie soll ich diese verstehen? Heißt das, dass Sie – egal, ob mit aktuellem System oder ohne – dafür sind, dass alle Menschen unterschiedlich sind? Sind Sie also für ein 2-Klassensystem, für die Trennung von arm und reich???
    Scheint so, wenn Sie davon sprechen, wie ein „kleiner Mann“ sich ohne die gute „Bank“ etwas leisten soll. Ganz einfach in dem die Macht auf alles – das Geldmonopol – zerschlagen wird. Dann gibt es mehr Wohlstand, weil nicht alles Geld eines Systems nur einer einzigen Institution gehören.
    Und mal ehrlich: Ist es nicht schöner, wenn alle gleich wären; als in einem System gefangen zu sein, in dem 2% über mehr als 50% des Geldes verfügten???

    Wie war das? Wenn man keine Ahnung hat, sollte man keinen Senf dazugeben oder!?
    Wie wärs, wenn Sie sich erstmal informierten, bevor Sie den Mund so weit aufreißen?!?

    Hier für Sie: http://video.google.de/videoplay?docid=-2537804408218048195#

    DIESES VIDEO BESCHREIBT NICHTS ANDERES ALS DAS AKTUELL VORHERSCHENDE SYSTEM. WENN SIE SICH NUR EIN BISSCHEN MIT WIRTSCHAFT/ÖKONOMIE BESCHÄFTIGEN WÜRDEN, WÜRDEN SIE FESTSTELLEN, DASS DAS NICHT GELOGEN IST.

    ALSO DANN: VIEL SPAß BEIM INFORMIEREN
    (dann können Sie vielleicht auch bald einmal mitreden 😉 )

  5. Redaktion sagte,

    am 29. März 2011 um 8:27 am Uhr

    Hallo Wirtschaftler,
    es zeugt immer sehr von „Kompetenz“ wenn man seinen „Senf“ anonym ohne Namen abgibt und Großbuchstaben für „wichtige“ Passagen verwendet. Das gezeigte Video ist wie viele andere auch, eine vereinfachte und falsche Darstellung des Geldsystems. Nicht nur die Bank will für Geld Zinsen sehen. Jeder, der etwas verleiht, will Zinsen (Gegenleistungen) sehen, egal ob es die Bank ist oder nicht. Und Banken haben sich auch nicht gegründet, weil sie plötzlich auf die Idee gekommen wären, Geld zu drucken. Leute schließen sich zusammen und leihen der Bank ihr Vermögen (Geld, Gold, …), damit sie es an andere verleihen kann.

    Ein System in dem alle gleich sind, wird es nie geben. Jeder Mensch ist unterschiedlich, sei es in seinem Verhalten, seiner Leistungsbereitschaft und seinem Mut zum Risiko. Jeder verdient daher mehr oder weniger. Es ist aber auch jeder im Stande mehr zu verdienen, wenn er den nötigen Einsatz bringt. Dass Gleichmacherei nicht funktioniert, sieht man in Kuba und anderen kommunistischen Staaten. Die Anreize fallen weg und damit auch der Wohlstand der Gesellschaft. Bevor Leute wie Sie das Maul aufreissen, sollten Sie bedenken, wie gut es der Bevölkerung in Deutschland, verglichen zu anderen Ländern, geht.




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