Wachsende Rentenlücke macht private Vorsorge immer wichtiger

Abgelegt unter Wirtschaft & Finanzen by Blogger am 26. Mai 2021

Wer sich allein auf die staatliche Rente verlässt, der wird am eigenen Leibe spüren, wie groß die Rentenlücke für viele Menschen mittlerweile geworden ist. Bei der Rentenlücke (auch: Versorgungslücke) geht es um die Differenz zwischen dem letzten Gehalt während der Berufstätigkeit und der ausgezahlten Rente. Diese Lücke wächst und Experten sagen seit Jahren: Wer nicht privat vorsorgt, wird im Alter vor Problemen stehen.

Warum privat vorsorgen?

In Zukunft wird die staatliche Rente nur noch eine Grundversorgung darstellen. Alles, was darüber hinaus geht, muss also durch Sparen oder Investieren selbst gesichert werden. Die Gründe dafür sind zahlreich, doch letztlich ist das große „Problem“ vor dem Deutschland steht, dass die Zahl der Menschen im Rentenalter in einem höheren Maße wächst als die der nachkommenden arbeitenden Bevölkerung. Es zahlen also weniger Menschen ein, während mehr Menschen Rente benötigen. Das Rentenniveau sinkt und trotz jahrzehntelanger Arbeit kommen viele Menschen im Alter gerade so über die Runden. Viele müssen sich mit Gelegenheitsjobs oder Flaschensammeln ein bisschen was dazuverdienen, wenn größere Investitionen (z.B. Waschmaschine, Geburtstagsgeschenke, Auto) anstehen.

Welche Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge gibt es?

Die private Altersvorsorge sieht für jeden Menschen anders aus. Denn die individuellen Umstände bestimmen, welche Optionen es gibt und vor allem, welche sich lohnen. Trotzdem sollte jeder eine Übersicht darüber haben, welche Möglichkeiten es gibt.

Betriebliche Altersvorsorge: Es gibt zwei lohnenswerte Modelle für die sogenannte Betriebsrente. Entweder zahlt der Chef des Unternehmens selbst monatlich einen Betrag ein oder er schießt nach der Einzahlung durch die Mitarbeiter einen Betrag zu. Der ausgezahlte Betrag wird später dann zur staatlichen Rente addiert und ist durch Steuererleichterungen staatlich gefördert. Betriebliches Vorsorgen kann über einen Investmentfonds, beispielsweise über ebase bAV-Depots, organisiert werden (weitere Auskunft über Ebase).

Weitere gängige Rentenvorsorgeoptionen:

  • Riesterrente
  • Kapital-Lebensversicherung
  • Private Rentenversicherung

Ein Fondssparplan (auch: ETF-Sparplan) sieht vor, dass Geld in Aktien investiert wird. Durch die Investition eines monatlichen Betrags in Aktienfonds wird Geld nicht nur gespart, Rendite wir erarbeitet. Der große Vorteil dieser Vorsorgevariante ist die Flexibilität – jeden Monat wird so viel eingezahlt, wie nun mal gerade vorhanden ist. Außerdem ist das Geld jederzeit abrufbar.

Welche private Vorsorge braucht man wirklich?

Die Entscheidung für eine private Altersvorsorge ist nicht unbedingt einfach. Denn die vielen Optionen machen die Übersicht schwer. Fest steht nur: Wer vor Altersarmut geschützt sein möchte, der muss in irgendeiner Form privat vorsorgen und das lieber heute als morgen.

Welche Vorsorge die beste ist, hängt von den individuellen Lebensumständen ab. Zunächst muss festgestellt werden, wie groß die eigene Rentenlücke eigentlich ist. Dies lässt sich ganz einfach über Onlinetools errechnen. Allerdings sollte ohnehin überlegt werden, ob eine Finanzberatung durch Experten nicht sinnvoll wäre – dann wird ebenfalls eine Berechnung der Rentenlücke vorgenommen. Die ausgegebene Zahl ist dann Grundlage für die Entscheidung eines Vorsorgeplans.

Hinzu kommt außerdem, wo gelebt wird und welche Ansprüche an das Alter gestellt werden. In bestimmten Regionen sind die Lebenshaltungskosten besonders hoch oder niedrig – dann kann auch eine geringere Rente ausreichend sein. Idealerweise besitzt man ein Haus oder eine Eigentumswohnung – ist der Wohnraum vollständig abgezahlt und somit gesichert, fällt ein großer Kostenpunkt im Alter schon einmal weg.

Der Zeitpunkt des ersten Vorsorgens ist natürlich auch wichtig, wenn es darum geht, wie gespart werden soll. Beschäftigt sich jemand sofort beim Einstieg in die Arbeitswelt mit seiner Rente, dann müssen wahrscheinlich geringere Beträge in die selbstgewählte Altersvorsorge eingezahlt werden, als wenn das Thema Rente erst mit 40 Jahren angegangen wird. Können dann nicht einfach größere Teile des Gehalts gespart werden, sehen sich viele Menschen gezwungen, risikoreicher anzulegen. Daher sollte die private Altersvorsorge so früh wie möglich in Angriff genommen und am besten durch einen Experten für Geldanlagen unterstützt werden.

 



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